Stadtkino Trostberg

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Das Programmkino im

Landkreis Traunstein

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Das Kino in Trostberg

Heute ist der 21.03.2019

Der Junge muss an die frische Luft

Deutschland 2018, Spielfilm, 100 min ab 6 Jahren
Regie: Caroline Link, mit Julius Weckauf, Katharina Hintzen, Sönke Möhring
Ruhrpott 1972. Der pummelige, 9-jährige Hans-Peter wächst auf in der Geborgenheit seiner fröhlichen und feierwütigen Verwandtschaft. Sein großes Talent, andere zum Lachen zu bringen, trainiert er täglich im Krämerladen seiner Oma Änne. Aber leider ist nicht alles rosig. Dunkle Schatten legen sich auf den Alltag des Jungen, als seine Mutter nach einer Operation immer bedrückter wird. Für Hans-Peter ein Ansporn, seine komödiantische Begabung immer weiter zu perfektionieren. Die berührende Kindheitsgeschichte eines der größten Entertainer Deutschlands.Basierend auf Hape Kerkelings gleichnamigem autobiographischem Bestseller

Astrid

Schweden, Dänemark 2018, Spielfilm, 123 min, ab 6 Jahren
Regie: Pernille Fischer Christensen, mit Alba August, Trine Dyrholm
Astrid will sich nichts vorschreiben lassen und hat ihren eigenen Kopf. Das demonstriert sie in der Schule und zu Hause gegenüber ihren Geschwistern und Eltern und später im Job. Sie beginnt ein Praktikum bei einer Zeitung und verliebt sich in ihren viel älteren Chef, einen Familienvater. Sie wird schwanger, gibt ihr Baby schweren Herzens in Pflege, will den kleinen Jungen aber wieder zurück, als sie ihr Leben gerade so eben selbst finanzieren kann.
Schönes, unaufdringliches Kostümdrama und Biopic der preisgekrönten dänischen Filmemacherin Pernille Fischer Christensen, das die Jugend der später weltberühmten schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren beschreibt und das Porträt einer modernen Frau zeichnet, die für ihre Unabhängigkeit brachte.
In der von Alba August gespielten Titelheldin blitzt auch immer wieder der Humor und Kämpfergeist von Lindgrens Heldin Pippi Langstrumpf auf. Die deutsche Koproduktion wurde in Chicago mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

A Star is born

USA 2018, Spielfilm, 136 Minuten, ab 12 Jahren
Regie: Bradly Cooper, mit Bradly Cooper, Lady Gaga, Sam Elliott
Jackson Maine ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Rockstar, aber das viele Touren hat ihn mürbe gemacht. Alkohol und Drogen bestimmen seinen Alltag. Die nächtliche Suche nach einer Kneipe nach einem Auftritt führt ihn in eine Drag-Bar, wo er Ally kennenlernt, eine sensationell talentierte Sängerin ohne Aussicht auf Karriere. Jackson verliebt sich in sie und nimmt sie unter seine Fittiche. Doch je mehr es bergauf geht mit ihrer Karriere, desto mehr wird er von seinen Dämonen eingeholt.

Bohemian Rhapsody

Großbritannien, USA 2018, Spielfilm, 135 Minuten, ab 6 Jahren
Regie: Brian Singer, Dexter Fletcher, mit Rami Malek, Gwilym Lee
Von Bryan Singer realisiertes Porträt der britischen Band Queen, das sich ganz auf die kurze Geschichte ihres charismatischen Frontmanns Freddy Mercury fokussiert. Rami Malek aus „Mr. Robot“ spielt den jungen Wilden, der erst seine Bandkollegen, eine junge Verkäuferin und irgendwann ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt eroberte.

 

Manaslu - Berg der Seelen

 

Österreich 2018, Dokumentation, 123 min ab 12 Jahren
Regie: Gerald Salmina, mit Hans Kammerlander, Stephan Keck
Die Idee zum Film basiert auf der Lebensgeschichte von Hans Kammerlander, seine größten Erfolge und Tragödien.
Sein größter Erfolg, der ihn weltberühmt werden ließ, ist die bis heute schnellste Besteigung über die Nordroute zum Gipfel des Mount Everest in 16h 40 min im Jahr 1996, bei der ihm im Anschluss die erste Skiabfahrt vom Gipfel des höchsten Berges der Welt gelang. Seine schmerzvollste Tragödie erlitt Hans Kammerlander 1991 am Manaslu in Nepal, wo er zwei seiner besten Freunde verlor. Einer stürzte aus unerfindlichen Gründen ab, der andere wurde neben ihm vom Blitz erschlagen. Hans, selbst in akuter Lebensgefahr, überlebte das Gewitter am Rande des Wahnsinns. Es war ein Berggewitter, das es gar nicht geben durfte. Durch die brennenden Ölfelder in Kuwait erreichten 1991 Partikel in der Atmosphäre sogar den Himalaya, wodurch es auch in großen Höhen zu elektrisch aufgeladenen Hochspannungsfeldern kam.



Colette – Eine Frau schreibt Geschichte

 

Großbritannien, USA 2018, Spielfilm, 100 min ab 6 Jahren
Regie: Wash Westmoreland, mit Keira Knightley, Dominic West
Sidonie-Gabrielle Colette verschlägt es mit der Heirat mit dem Pariser Autor Willy vom Land in die Metropole Paris, wo sie in den kulturellen, großbürgerlichen Kreisen Aufnahme findet. Der Hallodri Willy überredet seine Frau für ihn als Ghostwriter zu arbeiten. Ihr erster halbautobiografischer Roman über eine junge, selbstbewusste Frau namens Claudine avanciert unter Willys Namen zum Erfolg wie auch dessen Fortsetzungen.
Gelungenes, verspieltes, auch humorvolles Biopic der französischen Schriftstellerin, die als erste Künstlerin ein Staatsbegräbnis bekam und Beziehungen zu beiden Geschlechtern unterhielt. Keira Knightley glänzt in der Titelrolle.



Die Schneiderin der Träume

 

Indien, frankreich 2018, Spielfilm, 99 min ab 0 Jahren
Regie: Rohena Gera, mit Tillotama Shome, Vivek Gomber
Die junge Witwe Ratna arbeitet als Dienstmädchen bei Ashwin, einem jungen Mann aus wohlhabendem Hause. Als dessen arrangierte Hochzeit platzt, ist er am Boden zerstört. Bei Ratna findet er Mitgefühl. Sie ist zwar arm, hält aber mutig an ihrem Traum fest, Mode-Designerin zu werden. Die beiden verlieben sich, er schenkt ihr eine Nähmaschine und unterstützt sie, ihren Traum wahr zu machen. Doch eine Beziehung zwischen ihnen wäre undenkbar für ihr Umfeld, kommen sie doch aus verschiedenen sozialen Schichten und Kasten.
In Mumbai angesiedelte, moderne Liebesgeschichte um ein Paar aus verschiedenen sozialen Schichten und über eine Frau, die ihren Traum vom besseren Leben wahrmacht.

Aufbruch zum Mond

 

USA 2018, Spielfilm, 142 min ab 12 Jahren
Regie: Damien Chazelle, mit Ryan Gossling, Claire Fox, Corey Stoll
1961 meldet sich Neil Armstrong erstmals für das Astronautenprogramm der NASA, wird als Zivilist jedoch abgelehnt. Erst 1962 stößt er zur zweiten Gruppe, die dafür ausgewählt wird. Es beginnt eine beschwerliche Zeit, die Armstrong und seiner Familie viel abverlangt. 1967 wird er für den dritten Apollo-Flug ausgewählt, später wird klar, dass er zum Team von Apollo 11 gehören wird. Weil die vorangegangenen Versuche scheitern, ist es tatsächlich diese Rakete, die am 20. Juli 1969 auf dem Mond landet. Armstrong setzt als erster Mensch Fuß auf den Erdtrabanten.
Ein Film zum Staunen und Mitfiebern, eine Feier dessen, wozu Menschen fähig sind.


Le Grand Bal – Das große Tanzfest

 

Frankreich 2018, Dokumentation franz. mit deutschen Untertitel, 89 min ab 0 Jahren
Regie: Laetitia Carton
Das ist die Geschichte eines Tanzballes. Eines großen Balles. Jeden Sommer kommen mehr als 2000 Menschen aus ganz Europa in eine kleine Stadt in Frankreich. Sieben Tage und acht Nächte lang tanzen sie ununterbrochen - verlieren das Gefühl für die Zeit, trotzen ihrer Müdigkeit und ihren Körpern. Alle drehen sich, lachen, wirbeln umher, heulen und singen. Und das Leben pulsiert. „Ein faszinierendes und gelungenes Porträt.“
„Beim Tanzen geht es darum, den Körper flüstern zu höre.“

Drei Gesichter

 

Iran 2018, Spielfilm, 100 min ab 12 Jahren
Regie: Jafar Panahi, mit Behnaz Jafari, Jafar Panahi
Die bekannte Schauspielerin Behnaz Jafari bittet ihren Regisseur Jafar Panahi sie während des Drehs ihres gemeinsamen Films in ein abgelegenes Bergdorf im Nordwesten des Irans zu begleiten. Sie befürchtet den Selbstmord einer junge Frau von dort, die nicht zur Schauspielschule in Teheran darf und ihr eine Videobotschaft gesendet hat. Im Bergdorf angekommen haben der Regisseur und sein Star seltsame Begegnungen mit Menschen, die sie mit ihrer Gastfreundschaft, aber auch ihrer Sturheit überrumpeln.
Jafar Panahi, dessen "Taxi Teheran" mit dem Goldenen Bären prämiert wurde, ist auch in seinem neuen Film, den er trotz Hausarrest in seiner Heimat ealisierte, im Auto unterwegs, dieses Mal auch auf dem Land, um in einem Mix aus dokumentarischen und fiktionalen Elementen über das Leben im Iran zu erzählen. Sein quasi dokumentarisches Roadmovie ist eine humorvolle, mit leichter Hand geführte Parabel, eine Meditation auch über den eigenen Berufsstand, und eine Hommage an seine Schauspielerinnen.

Anderswo – Allein in Afrika

 

Deutschland 2018, Dokumentation, 103 min ab 0 Jahren
Regie: Anselm Nathanael Pahnke, Janco Christiansen
Plötzlich getrennt von seinen zwei Weggefährten wagt sich Anselm allein in die südafrikanische Kalahari Wüste auf dem Fahrrad. Tritt für Tritt entwickelt sich sein atemberaubender Weg durch den afrikanischen Kontinent, stets hautnah an den Menschen
und der Natur. Kein Wasser kaufen, nur aus eigener Kraft reisen, trotz wilder Tiere in der Natur zelten –Afrika ist unberechenbar und herausfordernd. Doch selbst nach schweren Krankheiten und 3.000 Kilometern durch die Sahara ist klar: Afrika ist auch kraftvoll, farbenfroh und voller Leben. Es wächst in Anselm eine tiefe Liebe zu diesem riesigen Kontinent, ein tiefes Vertrauen in seine Mitmenschen und sich selbst, sowie die Erkenntnis, dass man allein nicht einsam sein muss.



Ava

 

Frankreich 2017, Spielfilm, 101 min, ab 12 Jahren
Regie: Léa Mysius, mit Noée Abita, Laure Calamy
Salz in den Haaren, gegen die Sonne blinzeln, tropfende Badeanzüge, Pommes Frites und Eis: Zusammen mit ihrer unkonventionellen Mutter und ihrer neugeborenen Schwester verbringt die 13jährige Ava den Sommer an der französischen Küste. Doch ihre heile Welt findet ein jähes Ende, als sie erfährt, dass sie wegen einer Krankheit in Kürze ihr Augenlicht verlieren wird.
Aber Ava wäre nicht Ava, wüde sie sich davon ihre Abenteuerlust und Lebensfreude nehmen lassen: Als sie den geheimnisvollen Juan kennenlernt, verschwören sich beide gegen den Rest der Welt und Ava erlebt den Zauber eines Sommers, wie er so nicht mehr wiederkehren wird.



Gegen den Strom

 

Deutschland 2018, Spielfilm, 100 min ab 6 Jahren
Regie: Matteo Garrone, mit Marcello Fonte, Edoardo Pesce
Marcello ist ein einfacher, bescheidener Mann, der sich in einer italienischen, im Verfall begriffenen Hafenstadt sein Geld damit verdient, sich um die Hunde anderer Leute zu kümmern und weil das nicht reicht, bisweilen auch mit Koks zu dealen. Der Tyrann der Nachbarschaft, ein aus dem Gefängnis entlassener Mafiosi namens Simoncino, hat sich insbesondere Marcello als Zielscheibe seiner Menschenverachtung ausgesucht. Irgendwann hat der kleine, schmächtige Marcello genug davon und will sich wehren.
Matteo Garrone, der mit "Gomorrha" beeindruckte, kehrt mit diesem (Mafia- bzw. Sozial-)Drama mit märchenhaften Anflügen um einen tragischen David-gegen-Goliath-Kampf vor allem in der ersten, brillanten Hälfte des Films zu alter Form zurück. Marcello Fonte, der als Titelheld wie ein älterer Buster Keaton wirkt, als ein Clown von der traurigen Gestalt, wurde in Cannes ausgezeichnet.

Mary Poppins' Rückkehr

 

USA 2018, Spielfilm, 100 min ab 6 Jahren
Regie: Rob Marshall. Mit Emily Blunt, Lin-Manuel Miranda
Michael Banks ist eigentlich Künstler, doch die Wirtschaftskrise und der Tod seiner Frau zwingen ihn, einen Job in der Bank seines Vaters anzunehmen. Seine Schwester Jane hilft, wo sie kann. Doch das Geld reicht nicht. Die beiden und Michaels drei Kindern stehen kurz davor, ihr Haus in der Cherry Tree Lane zu verlieren. Da taucht auf einmal Kindermädchen Mary Poppins auf, die sich einst um Michael und Jane gekümmert hatte, und nimmt sich Annabel, dem kleinen Georgie und John an.
Charmante Fortsetzung des märchenhaften Disney-Musical-Klassikers, in dem Emily Blunt in die ikonische Titelrolle von Julie Andrews schlüpft und einer neuen Generation Lebensfreude schenkt.



Heavy Trip

 

Finnland 2018, Spielfilm, 91 min ab 12 Jahren
Regie: Juuso Laatio, Jukka Vidgren, mit johannes Holopainen
Sie heißen Impaled Rektum und sie spielen "Symphonic-Post-Apocalyptic-Reindeer-Grinding-Christ-Abusing-Extreme-War-Pagan-Fennoscandian-Metal". Fuck yeah!

Turo, Pasi, Lotvonen und Jynkky werden in ihrem kleinen finnischen Dorf als Freaks verlacht und absolut nicht ernst genommen. Ein Auftritt auf dem Northern-Damnation-Festival in Norwegen soll das nun ändern und den lang ersehnten Durchbruch für die vier Freunde bringen. Leider geht die Generalprobe in der Dorfkneipe aber gründlich in die Hose, ein Bandmitglied gibt den Löffel ab und der Van wird auch noch konfisziert. Doch eine waschechte Metalband lässt sich von solchen Kleinigkeiten natürlich nicht stoppen! Ein chaotischer Roadtrip mit crowdsurfenden Särgen, heroischen Wikingern und einem Raketenwerferkonflikt zwischen Finnland und Norwegen beginnt.

HEAVY TRIP ist nicht nur das Comedy-Highlight für Metalfans. Die sympathische finnische Komödie bietet mit ihren liebenswerten Loser-Charakteren und unerschöpflichem Ideenreichtum so ansteckenden Kinospaß, dass garantiert der ganze Saal begeistert headbangen wird


#Female Pleasure

 

Deutschland, Schweiz 2018, Dokumentation, 101 min ab 12 Jahren
Regie: Barbara Miller
"Female Pleasure" begleitet fünf mutige, starke, kluge Frauen aus den fünf Weltreligionen und zeigt ihren erfolgreichen, risikoreichen Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität und für ein gleichberechtigtes, respektvolles Miteinander unter den Geschlechtern.

Bewegend, intim und zu jedem Zeitpunkt positiv vorwärtsgewandt schildert "Female Pleasure" die Lebenswelten von Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav und ihrem Engagement für Aufklärung und Befreiung in einer hypersexualisierten, säkularen Welt.

Das Mädchen, das lesen konnte

 

Frankreich 2017, Spielfilm, 99 min ab 12 Jahren
Regie: Marine Franssen, mit Pauline Burlet, Alban Lenoir
I1851: Die südfranzösische Bäuerin Violette Ailhaud lebt in einem abgelegenen Bergdorf in der Provence. Wie ihre Freundinnen, ist sie im heiratsfähigen Alter, als plötzlich die Auswirkungen der großen Politik unmittelbar Einzug im Dorf halten: alle Männer des Ortes werden von Louis Napoléons Soldaten verschleppt, als dieser die 2. Republik stürzt, um sich als Napoléon III. zum Kaiser der Franzosen zu krönen.
Mit vereinten Kräften gelingt es den zurückgebliebenen Frauen, die Arbeiten des Jahreslaufs zu bewältigen. Trotz der Sorge um die verlorenen Männer, sind die Frauen stolz auf ihre Unabhängigkeit. Nach einem Jahr vergeblichen Wartens auf ein Lebenzzeichen der Männer fassen Violette und ihre Freundinnen einen Entschluss: Wenn eines Tages ein Mann ins Dorf kommt, soll er für alle Frauen da sein, damit das Dorf weiter existieren kann.
"Das Mädchen, das lesen konnte" verfilmt die autobiographische Erzählung der südfranzösischen Bäuerin Violette Ailhaud.

Yuli

 

Spanien, Großbritannien, 2018, Spielfilm, 110 min ab 6 Jahren
Regie: Iciar Bollain, mit Carlos Acota, Santiago Alfonso
Kuba, Anfang der 80er Jahre. Carlos ist ein ungestümes, rebellisches Kind. Das meiste, was er vom Leben weiß, hat er auf den Straßen Havannas gelernt, wo er zum ungekrönten König der spontanen Breakdance-Wettbewerbe geworden ist. Sein Vater Pedro, LKW-Fahrer und Enkel einer Sklavin, erkennt das außergewöhnliche Talent seines Sohnes, das ihn herausreißen könnte aus dem Kreislauf von Unterdrückung und Anpassung. „Yuli“ nennt er seinen Sohn, nach einem afrikanischen Kriegsgott. Doch Yuli will nicht tanzen, er will keine Strumpfhosen und Ballettschläppchen tragen, er will Fußballer werden, wie Pelé.
Eine mitreißende, stürmisch gefeierte Hommage an tänzerische Kühnheit und artistische Risikobereitschaft, die weit über ein konventionelles Biopic hinausgeht

100 Dinge

Deutschland 2018, Komödie, 110 min ab 6 Jahren
Regie: Florian David Fitz, mit Florian David Fitz, Matthias Schweighöfer, M. Stein
Paul und Toni sind Kumpels und arbeiten gemeinsam in einem Startup, das kurz vor dem Durchbruch steht. Aber sie sind auch Rivalen. Nach einer Wette in betrunkenem Zustand wachen sie nackt auf. Ihre Klamotten und Möbel sind weggesperrt. Sie dürfen sich nur einen Gegenstand pro Tag zurückholen. Sie müssen 100 Tage durchhalten. Nur dann behalten sie ihre Anteile an der Firma.
Komödie von und mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer, die die beiden Stars in ähnlicher Konstellation wie ihren Hit „Der geilste Tag“ umsetzten. Lose nach dem in „My Stuff“ dokumentierten Experiment schreiben, inszenieren, spielen und produzieren sie eine Buddy-Komödie über Konsum und die wahren Werte im Leben. Mit u.a. Miriam Stein, Hannelore Elsner und Katharina Thalbach haben sie prominente Mitstreiterinnen vor der Kamera.

The Favourite – Intrigen und Irrsinn

Großbritannien, Irland 2018, Spielfilm, 120 min ab 12 Jahren
Regie: Yorgos lanthimos, mit Olivia Colmann, Emma Stone, Rachel Weisz
Im frühen 18. Jahrhundert erweist sich Queen Anne als geistig verwirrt. Offiziell sitzt sie zwar auf dem Thron, aber ihre Freundin Lady Sarah trifft die Entscheidungen für das Land an ihrer Stelle. Als mit Abigail eine neue Bedienstete an den Hof kommt, ist Sarah sofort hingerissen von ihrem Charme und ihrem Anmut.
Pralle Sittenkomödie über Ränkespiele im außer Kontrolle geratenen Hof der Queen Anne im frühen 18. Jahrhundert.

Die unglaublichen Abenteuer von Bella

USA 2018, Spielfilm, 96 min ab 0 Jahren
Regie: Charles Martin Smith, mit Edward James Olmos, Ashley Judd
Die Hündin Bella und der junge Lucas sind von Anfang an ein Herz und eine Seele. Sie werden zusammen erwachsen. Doch eines Tages geht Bella auf der Jagd nach einem Eichhörnchen verloren und entfernt sich ungewollt Hunderte von Meilen von Heim und Herrchen. Aus der Vorstadt gerät sie in die Wildnis, bekommt es mit Wölfen, Raubkatzen und Lawinen zu tun. Dabei verliert sie ihr Ziel, zurück zu Lucas zu kommen, nicht aus den Augen.
 Das neue Familienabenteuer ist mit seiner Roadmoviestruktur stärker am Klassiker "Lassie" orientiert und lässt seine tierische Protagonistin - ähnlich wie in ein "Ein Schweinchen namens Babe" - sprechen und den Kontakt zu anderen Tieren aufnehmen.

Green Book – Eine besondere Freundschaft

USA 2018, Spielfilm, 131 min ab 6 Jahren
Regie: Peter Farrelly, mit Viggo Mortenson, Mahershala Ali
1962 in den USA: Der italienischstämmige Prolet Tony, der wegen seines losen Mundwerks Lip genannt wird, und als Türsteher arbeitet, bekommt einen Job für acht Wochen. Er soll den hochgebildeten, schwarzen Musiker Doctor Don auf seiner Tournee durch den tiefen Süden der USA begleiten. Aus der anfänglichen Abneigung entwickelt sich im Lauf der Reise gegenseitiger Respekt.
Mit einer hinreißenden Road-Comedy mit ernsten Untertönen legt Peter Farrelly seine erste Regiearbeit. Als begnadeter Geschichtenerzähler federt er die heftigsten Momente mit teilweise auch bitterem Humor ab. Im Publikumsliebling, der mit drei Globes ausgezeichnet wurde, glänzen Viggo Mortensen und Mahershala Ali als ungleiches Duo.

Meine Welt ist die Musik – Der Komponist Christian Bruhn

Deutschland 2018, Dokumentation, 83 min ab 0 Jahren
Regie: Marie Reich, mit Christian Bruhn
Jeder kennt Christian Bruhns Musik – kaum ist ein Songtitel genannt, klingt er automatisch im Ohr. Man begegnet den Sounds live in DJ Sets oder auf dem Oktoberfest. DJ Hell ist bekennender Fan, und der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat seine Captain Future Musik aktuell mit auf die ISS genommen. Den Urheber und Komponisten der zahlreichen Kult-Titel kennen aber die Wenigsten. Christian Bruhn, der Mozart verehrt und im Herzen ein Jazzer ist, ist einer der erfolgreichsten, deutschen Unterhaltungsmusikkomponisten. Er hat Hits geschaffen, wie Marmor Stein und Eisen bricht, Wunder gibt es immer wieder, Zwei kleine Italiener, Liebeskummer lohnt sich nicht, Ein bisschen Spaß muss sein u.v.a. Aber auch die Titelmusik zu TV Serien wie Captain Future und Timm Thaler oder einen Liederzyklus aus Heinrich Heine Gedichten für seine frühere Ehefrau Katja Ebstein.
MEINE WELT IST DIE MUSIK ist der erste Dokumentarfilm über Christian Bruhn und das einfühlsame, ansteckend beschwingte Portrait eines Mannes, der von Anfang der sechziger Jahre bis heute generationsübergreifend die Menschen mit seiner Musik begleitet und berührt hat.
Christian Bruhn gibt Einblick in sein vielschichtiges Werk, das einen immer wieder überrascht- Er öffnete sein Herz und seine Türen für das Filmteam und erzählt auf unterhaltsame Weise aus seinem Leben oder lässt die Musik es tun.

Beautiful Boy

USA 2018, Spielfilm, 121 min ab 12 Jahren
Regie: Felix von Groeningen, mit Timothée Chalamet, Steve Carell
Der junge Nic Sheff stellt seine Familie vor große Herausforderungen. Er ist drogensüchtig, macht einen Entzug und wird wieder rückfällig. Doch sein Vater gibt nicht auf und versucht seinen Sohn zu einem normalen Leben zu bewegen.
Eine tragische Vater-Sohn-Geschichte nach realer Vorlage erzählt der für u.a. "The Broken Circle" prämierte belgische Filmemacher Felix van Groeningen. Timothée Chamalet, der seit seiner Performance in "Call Me By Your Name" zu den höchstgehandelten Nachwuchsdarstellern zählt, spielt darin den Titelhelden, mit dessen Drogensucht sich sein Vater nicht abfinden will. In dieser Rolle glänzt der verlässliche Steve Carell. Ein prämiertes Highlight der Herbstfestivals 2018.

Maria Stuart, Königin von Schottland

Großbritannien 2018, Spielfilm, 125 min ab 12 Jahren
Regie: Josie Rourkr, mit Saoirse Ronan, Margot Robbie
Maria Stuart ist seit sie ein Baby ist Königin von Schottland und wird nach Frankreich verheiratet. Mit nur 18 Jahren wird sie Witwe und kehrt nach Schottland zurück. Die Regentschaft von Elizabeth erkennt sie nicht an, die ehrgeizige junge Frau würde gerne selbst in England regieren. Maria sieht Elizabeth als Rivalin, zollt ihr aber auch einen gewissen Respekt, weil sie wie sie als Frau in einer Männerwelt herrscht, wofür beide Frauen einen hohen Preis zahlen.
Kostümdrama, das eindrucksvoll die Brutalität politischen Intrigen schildert und die beiden Königinnen als selbstbewusste, intelligente und fühlende Macherinnen wie auch Opfer des von Männern dominierten Hofes zeichnet. Die erfolgreiche Theaterregisseurin Josie Rourke hat in Saorsie Ronan und Margot Robbie zwei herausragende und unerschrockene Schauspielerinnen im exquisit ausgestatteten und packenden Ränkespiel. Der Stoff ist bereits vielfach verfilmt, aber diese Version ist unbedingt sehenswert.

The Mule

USA 2018, Spielfilm, 116 min ab 12 Jahren
Regie: Clint Eastwood. mit Clint Eastwood, Bradley Cooper
Earl Stone war ein Held im Koreakrieg. Mit nunmehr 90 Jahren kommt der knorrige Blumenfarmer immer noch gut an bei den Frauen. Doch das Geschäft läuft schlecht. Bei den Hochzeitsvorbereitungen seiner Enkelin lässt er sich von einem Fremden dazu überreden, für gutes Geld ein Paket zu transportieren, von der mexikanischen Grenze in die USA. Er schaut nicht nach, was er da abliefern soll. Als er erfährt, dass er Kokain für ein Kartell schmuggelt, macht er weiter und wird gar zum erfolgreichsten Kurier der Gangster.
Von Tatsachen inspiriertes, entspannt, launiges Krimidrama von und mit Clint Eastwood, in dem der Altstar ähnlich wie in "Gran Torino", den Grumpy Old Man gibt, der sich hier gezwungen sieht, als Drogenkurier zu arbeiten. Zum prominenten Ensemble gehören auch Bradley Cooper, Eastwoods Star aus "American Sniper", Michael Pena und Laurence Fishburne als Polizisten und Taissa Farmiga als Enkelin.

Fahrenheit 11/9

USA 2018, Dokumentation, 128 min, ab 6 Jahren
Regie: Michael Moore
Kaum eine Wahl hat die Öffentlichkeit so stark beschäftigt wie die von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Als einer der wenigen, die das Ergebnis vorhergesagt haben, offenbart Oscar[r]-Preisträger Michael Moore die Umstände und Mechanismen, die zur Machtergreifung des umstrittenen Kandidaten geführt haben. Im Fokus seiner Kritik steht dabei nicht nur der Präsident selbst, sondern vor allem auch das Versagen der Demokraten.

Furchtlos, provokativ und hochgradig unterhaltsam seziert Michael Moore die politischen und gesellschaftlichen Prozesse bis zu Donald Trumps Amtseinführung und prangert soziale Ungleichheit an. Dabei bleibt er nicht bei der Frage, wie es dazu kommen konnte, sondern ruft alle Amerikaner zu politischem Engagement und Widerstand auf. FAHRENHEIT 11/9 feierte seine umjubelte Weltpremiere beim Toronto International Film Festival.

Trilogie des Reisens und der Sehnsucht

Frankreich 2018, Dokumentation, 89 min ab 0 Jahren
Regie:
Der Klang der Stimme
Schweiz 2018, Dokumentation, 82 min ab 0 Jahren
Regie: Bernhard Weber
Der Klang der Stimme erzählt von vier Menschen, die mit Leidenschaft die Grenzen der menschlichen Stimme neu ausloten. Andreas Schaerer experimentiert mit seiner Stimme um Klänge zu finden, die ihn bei Live Auftritten verwandeln. Die Sopranistin Regula Mühlemann sucht den perfekten 360 Grad rundum Klang, der frei im ganzen Raum schwebt. Matthias Echternach forscht mit ausgeklügelten wissenschaftlichen Methoden nach dem Geheimnis der Stimme. Und Miriam Helle begleitet mit unkonventionellen Methoden Menschen auf dem Weg zu ihrer eigenen Stimme. Eine filmische Annäherung an die transzendierende Wirkung der menschlichen Stimme.

Capernaum – Stadt der Hoffnung

Libanon, USA 2018, Spielfilm, 126 min ab 12 Jahren
Regie: Nadine Labaki, mit Zain Al Rafeea, Yordanos Shiferaw
Der zwölfjährige Zain, gerade erst zu fünf Jahren Haft verurteilt wegen einer Gewalttat, klagt seine Eltern an, ihm das Leben geschenkt zu haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern konnten. Er lief von zu Hause fort und fand bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf, die mit vielen anderen in den Slums von Beirut lebt. Sie versuchte für sich und ihr Baby das Geld für die Überfahrt nach Europa zusammen zu bekommen. Dort lernte er auch ein elfjähriges Mädchen kennen, dessen Eltern sie an einen Mann verkaufen, um weiter ein Dach über dem Kopf zu haben.
Erschütternde Drama in der Tradition des italienischen Neorealismus, für das Regisseurin und Drehbuchautorin Nadine Labaki ("Caramel") mit dem Preis der Jury beim Festival de Cannes 2018 prämiert wurde. Mit Kompromisslosigkeit und tollen Laienschauspielern zeichnet sie ein zutiefst trauriges und mitreißendes Porträt entsetzlicher Armut in Beirut.

Anderswo – Allein in Afrika

Deutschland 2018, Dokumentation, 103 min ab 0 Jahren
Regie: Anselm Nathanael Pahnke, Janco Christiansen
Plötzlich getrennt von seinen zwei Weggefährten wagt sich Anselm allein in die südafrikanische Kalahari Wüste auf dem Fahrrad. Tritt für Tritt entwickelt sich sein atemberaubender Weg durch den afrikanischen Kontinent, stets hautnah an den Menschen
und der Natur. Kein Wasser kaufen, nur aus eigener Kraft reisen, trotz wilder Tiere in der Natur zelten –Afrika ist unberechenbar und herausfordernd. Doch selbst nach schweren Krankheiten und 3.000 Kilometern durch die Sahara ist klar: Afrika ist auch kraftvoll, farbenfroh und voller Leben. Es wächst in Anselm eine tiefe Liebe zu diesem riesigen Kontinent, ein tiefes Vertrauen in seine Mitmenschen und sich selbst, sowie die Erkenntnis, dass man allein nicht einsam sein muss.

Gegen den Strom

Deutschland 2018, Spielfilm, 100 min ab 6 Jahren
Regie: Matteo Garrone, mit Marcello Fonte, Edoardo Pesce
Marcello ist ein einfacher, bescheidener Mann, der sich in einer italienischen, im Verfall begriffenen Hafenstadt sein Geld damit verdient, sich um die Hunde anderer Leute zu kümmern und weil das nicht reicht, bisweilen auch mit Koks zu dealen. Der Tyrann der Nachbarschaft, ein aus dem Gefängnis entlassener Mafiosi namens Simoncino, hat sich insbesondere Marcello als Zielscheibe seiner Menschenverachtung ausgesucht. Irgendwann hat der kleine, schmächtige Marcello genug davon und will sich wehren.
Matteo Garrone, der mit "Gomorrha" beeindruckte, kehrt mit diesem (Mafia- bzw. Sozial-)Drama mit märchenhaften Anflügen um einen tragischen David-gegen-Goliath-Kampf vor allem in der ersten, brillanten Hälfte des Films zu alter Form zurück. Marcello Fonte, der als Titelheld wie ein älterer Buster Keaton wirkt, als ein Clown von der traurigen Gestalt, wurde in Cannes ausgezeichnet.

Heavy Trip

Finnland 2018, Spielfilm, 91 min ab 12 Jahren
Regie: Juuso Laatio, Jukka Vidgren, mit johannes Holopainen
Sie heißen Impaled Rektum und sie spielen "Symphonic-Post-Apocalyptic-Reindeer-Grinding-Christ-Abusing-Extreme-War-Pagan-Fennoscandian-Metal". Fuck yeah!

Turo, Pasi, Lotvonen und Jynkky werden in ihrem kleinen finnischen Dorf als Freaks verlacht und absolut nicht ernst genommen. Ein Auftritt auf dem Northern-Damnation-Festival in Norwegen soll das nun ändern und den lang ersehnten Durchbruch für die vier Freunde bringen. Leider geht die Generalprobe in der Dorfkneipe aber gründlich in die Hose, ein Bandmitglied gibt den Löffel ab und der Van wird auch noch konfisziert. Doch eine waschechte Metalband lässt sich von solchen Kleinigkeiten natürlich nicht stoppen! Ein chaotischer Roadtrip mit crowdsurfenden Särgen, heroischen Wikingern und einem Raketenwerferkonflikt zwischen Finnland und Norwegen beginnt.

HEAVY TRIP ist nicht nur das Comedy-Highlight für Metalfans. Die sympathische finnische Komödie bietet mit ihren liebenswerten Loser-Charakteren und unerschöpflichem Ideenreichtum so ansteckenden Kinospaß, dass garantiert der ganze Saal begeistert headbangen wird

Das Mädchen, das lesen konnte

Frankreich 2017, Spielfilm, 99 min ab 12 Jahren
Regie: Marine Franssen, mit Pauline Burlet, Alban Lenoir
I1851: Die südfranzösische Bäuerin Violette Ailhaud lebt in einem abgelegenen Bergdorf in der Provence. Wie ihre Freundinnen, ist sie im heiratsfähigen Alter, als plötzlich die Auswirkungen der großen Politik unmittelbar Einzug im Dorf halten: alle Männer des Ortes werden von Louis Napoléons Soldaten verschleppt, als dieser die 2. Republik stürzt, um sich als Napoléon III. zum Kaiser der Franzosen zu krönen.
Mit vereinten Kräften gelingt es den zurückgebliebenen Frauen, die Arbeiten des Jahreslaufs zu bewältigen. Trotz der Sorge um die verlorenen Männer, sind die Frauen stolz auf ihre Unabhängigkeit. Nach einem Jahr vergeblichen Wartens auf ein Lebenzzeichen der Männer fassen Violette und ihre Freundinnen einen Entschluss: Wenn eines Tages ein Mann ins Dorf kommt, soll er für alle Frauen da sein, damit das Dorf weiter existieren kann.
"Das Mädchen, das lesen konnte" verfilmt die autobiographische Erzählung der südfranzösischen Bäuerin Violette Ailhaud.

 

Frühes Versprechen

Frankreich, Belgien, 2017, Spielfilm, 131 min ab 6 Jahren
Regie: Eric Barbier, mit Pierre Niney, Charlotte Gainsbourg,
Ein Wunderkind sollte er werden und die Welt ihm zu Füßen liegen. Frühes Versprechen enthüllt das fabelhaft bunte Leben des berühmten, französischen Schriftstellers, Regisseurs und Diplomaten Romain Gary. Von seiner schweren Kindheit in Polen über seine Jugend unter der Sonne von Nizza bis hin zu den Heldentaten seiner Flüge in Afrika während des Zweiten Weltkriegs und seiner Ehe mit der berühmten Schauspielerin Jean Seberg … Romain Gary lebte ein außergewöhnliches Leben. Ein Leben, dessen Wirklichkeit das mütterliche Wunschdenken noch übertrifft. Denn es ist die unerschütterliche Liebe seiner liebenswerten wie exzentrischen Mutter Nina, die ihn stets voranschreiten lässt und zu einem der größten Romanciers des zwanzigsten Jahrhunderts macht, zu dem Mann der als einziger zweimal den französischen Literaturpreis Prix Goncourt erhält. Von diesem einzigartigen Band zwischen Mutter und Sohn erzählt der Film, nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman, als eine unendlich liebevolle Hommage an die wohl anstrengendste, verrückteste und gleichwohl liebevollste Mutter der Welt.
„…das Duo Charlotte Gainsbourg – Pierre Niney  ist außergewöhnlich.“ ELLE

 

Can You Ever Forgive Me?

USA 2018, Spielfilm, 107 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Marielle Heller, mit Melissa McCarthy, Richard E. Grant, Dolly Wells
Autorin Lee Israel ist eine schlimme Kratzbürste und trinkt viel zu viel. Nachdem sie sich mit ihrem Vorgesetzten anlegt hat, verliert sie ihren Job. Künftig hält sie sich mit der Fälschung von Briefen berühmter Romanciers und Dichter über Wasser. Es macht ihr sogar Spaß. Im schwulen Jack Hock, auch ein Gestrandeter wie sie, findet sie eine verwandte Seele. Sie ziehen gemeinsam durch die Kneipen und werden Freunde.
Ebenso berührende wie beschwingte Verliererballade, in der sich Komödienstar Melissa McCarthy aus "Brautalarm" und "Taffe Mädels" von ihrer ernsten Seite zeigt und mit emotionaler Tiefe brilliert. Der zweite Film von Marielle Heller erzählt eine Art amerikanischen "Schtonk!" nach einer wahren Geschichte. An ihrer Seite glänzt Richard E. Grant. Dreifach Oscar-nominiert.

 

Trautmann

Deutschland, 2018, Spielfilm, 120 min ab 12 Jahren
Regie: Marcus H. Rosenmüller, mit David Kross, Freya Mavor, John Henshaw
Mit seiner einzigartigen Heldengeschichte setzt Marcus H. Rosenmüller, dessen Kino-Erstling WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT auf Anhieb Kult-Status erlangte, der deutschen Torhüter-Legende Bert Trautmann ein beeindruckendes Denkmal. TRAUTMANN ist jedoch weit mehr als das faszinierende Biopic eines phänomenalen Fußballers, der im legendären Cup-Final von 1956 trotz Genickbruchs bis zum Ende durchspielte und in Wembley vor 100.000 elektrisierten Zuschauern für Englands Traditionsverein Manchester City den Pokal holte. TRAUTMANN erzählt auch die bewegende Nachkriegs-Love Story zwischen dem Deutschen Bert und der jungen Engländerin Margaret. Ihre tiefe, bedingungslose Liebe zueinander steht auch für Versöhnung und Völkerverständigung, für Verzeihen und das Überwinden von Grenzen und Vorurteilen.

In den Hauptrollen begeistern David Kross  und die schottische Nachwuchsschauspielerin Freya Mavor, für die Nebenrollen konnten gestandene britische Darsteller wie John Henshaw  oder Gary Lewis (BILLY ELLIOT - I WILL DANCE) gewonnen werden. TRAUTMANN entstand an Schauplätzen in Bayern und Nordirland und markiert mit einem Budget von elf Millionen Euro das bisher aufwendigste Projekt von Rosenmüller.

 

Kirschblüten & Dämonen

Deutschland, 2019, Spielfilm, 116 min ab 12 Jahren
Regie: Doris Dörrie, mit Golo Euler, Ayla irizuki, Felix Eitner
Zehn Jahre nach dem Tod von Rudi (Elmar Wepper) und Trudi (Hannelore Elsner) steht ihr jüngster Sohn Karl (Golo Euler) vor den Trümmern seines Lebens: Er trinkt, hat seinen Job verloren und lebt getrennt von Frau und Kind. Seine schwarzen Dämonen lassen sich bloß mit Alkohol besänftigen. Karl weiß nicht mehr, wer er ist. Wie eine Halluzination taucht plötzlich Yu (Aya Irizuki) auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Yu erscheint wie eine Andeutung aus einer vergangenen Welt und hebt das Leben von Karl aus den Angeln. Nur widerwillig begleitet Karl sie in sein leerstehendes Elternhaus, allzu lebendig sind die Erinnerungen an die Eltern und die eigene, schwierige Kindheit. Warum lassen die toten Eltern Karl nicht frei? Welche Dämonen verfolgen Karl? Mit Dämonen und Gespenstern hat Yu Erfahrung, was an ihrer japanischen Herkunft liegt. Dort sind sie ganz real und mächtig, und man lernt schon als Kind, wie man mit ihnen umzugehen hat: Man lädt sie ein auf eine Tasse Tee.

 

Die Blüte des Einklangs

Japan, Frankreich, 2018, Spielfilm, 110 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Naomi Kawase, mit Juliette Binoche, Masatoshi Nagase
Die Französin Jeanne (Juliette Binoche) reist nach Japan auf der Suche nach einer seltenen Heilpflanze. In den tiefen, undurchdringlichen Wäldern der Yoshino-Berge soll sich die geheimnisvolle Pflanze Vision befinden. Sie blüht der Legende nach nur einmal alle 997 Jahre und befreit den Menschen von seinen Ängsten und Schwächen. Während ihrer Reise trifft sie auf Tomo (Masatoshi Nagase), der die Wälder sein Zuhause nennt und spürt, dass in den Bergen eine beunruhigende Veränderung vor sich geht. Jeanne ist überzeugt, dass die mysteriöse Pflanze kurz vor ihrer Blüte steht. Ein Jahrtausendereignis kündigt sich an und Jeanne wird auf den Spuren ihrer Vergangenheit nicht nur Tomo, sondern auch der Essenz der menschlichen Existenz unvergleichlich nahe kommen.
DIE BLÜTE DES EINKLANGS von der japanischen Ausnahmeregisseurin Naomi Kawase  mit der französischen Oscar®-Preisträgerin Juliette Binoche in der Hauptrolle ist eine hinreißend märchenhafte Reise ins Innere der menschlichen Seele. Zwischen rauschenden Wäldern und knisternder Stille schafft Naomi Kawase eine einzigartige Atmosphäre unbeschreiblicher Mystik, in der Natur und Leben ihren Einklang finden.

 

Vice - Der zweite Mann

USA 2018, Spielfilm, 134 min, ab 12 Jahren
Regie: Adam McKay, mit Christian Bale, Amy Adams, Steve Carell
Er gilt als einer der mächtigsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten: Dick Cheney. VICE - DER ZWEITE MANN beleuchtet die sagenhafte Karriere des Bürokraten und Washington-Insiders, der an der Seite von George W. Bush zum einflussreichsten Politiker der Welt wurde und seine Macht zu nutzten wusste: Cheneys Entscheidungen prägen das Land noch immer, sein außenpolitisches Wirken ist bis heute spürbar.

 

Ein königlicher Tausch

Frankreich, Belgien 2017, Spielfilm, 100 min, ab 12 Jahren
Regie: Marc Dugain, mit Lambert Wilson. Anamaria Vartolomei
1721: Um den Frieden mit Spanien zu besiegeln, fädelt der Regent Herzog Philipp von Orléans einen Prinzessinnentausch ein. Er will den elfjährigen französischen König Ludwig XV. mit der vier Jahre alten Tochter des spanischen Königs, Infantin Maria Anna Victoria, verheiraten. Im Gegenzug soll Philipps Tochter, die zwölfjährige Louise Elisabeth, die Gemahlin des jungen spanischen Thronfolgers Don Luis werden. Madrid willigt ein und schon bald findet der Austausch der beiden Prinzessinnen an der Grenze zwischen den Ländern statt.
Prachtvolles Historiendrama um einen Prinzessinnentausch zwischen dem französischen und spanischen Adel, das die Absurditäten königlicher Diplomatie und Etikette schildert. Bestsellerautor Marc Dugain setzt dafür u.a. die prominenten Schauspieler Lambert Wilson und Olivier Gourmet in Szene.

 

Der Goldene Handschuh

Deutschland, 2019, Spielfilm, 110 min ab 18 Jahren
Regie: Fatih Akin, mit Jonas Dassler, Magarethe Tiesel. Katja Studt
Der Neue Film von Fatih Akin: Den Durchblick hat Fritz Honka nie gehabt. Als Hilfsarbeiter erledigt er zu Beginn der angeblich goldenen Siebzigerjahre miese Jobs, sein Geld gibt er in den Absturzkneipen von St. Pauli aus, vornehmlich im "Goldenen Handschuh". Dort lernt er ebenso abgestürzte Frauen und Prostituierte kennen, die er mit nach Hause in seine Dachwohnung nimmt und, nach kurzem Miteinanderleben, ermordet. Die Leichen versteckt Honka; die Taten verdrängt er.

 

Free Solo

USA 2018, Dokumentarfilm, 97 min ab 6 Jahren
Regie: jimmy Chin, Elisabeth Chai Vasarhelyi
Jeder Fehler, jede kleinste Unaufmerksamkeit kann den Tod bedeuten: Free-Solo-Kletterer Alex Honnold bereitet sich im Sommer 2017 auf die Erfüllung seines Lebenstraums vor. Er will den bekanntesten Felsen der Welt erklimmen, den 975 Meter hohen und fast senkrechten El Capitan im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien. Free Solo bedeutet: im Alleingang, ohne Seil und ohne Sicherung. Die mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmerin Elizabeth Chai Vasarhelyi und ihr Kameramann, Profi- Bergsteiger Jimmy Chin, durften Honnold begleiten und fesseln die Zuschauer mit sensationellen Naturaufnahmen in schwindelerregenden Bildern.

Entstanden ist so das atemberaubende und zugleich intime Portrait eines der ungewöhnlichsten Athleten unserer Zeit. FREE SOLO erzählt von den Opfern, die Honnold erbringen muss, um körperliche Höchstleistungen erzielen zu können, von Rückschlägen und Verletzungen. Was treibt Honnold an, sein Leben zu riskieren und wie gehen seine Eltern, Freunde und seine Lebensgefährtin damit um?

Den Dokumentarfilmern Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin ("Meru") ist ein hochspannender Kletter-Thriller und ein inspirierendes Sportlerporträt gelungen. Ganz nah dran an ihrem Protagonisten zeigen sie, wie er durch perfekte Vorbereitung alle Ängste besiegt, um sein unmöglich scheinendes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Mit beeindruckenden Kamerabildern, gedreht aus schwindelerregenden Perspektiven, ermöglichen sie dem Zuschauer, den Aufstieg aus nächster Nähe mitzuerleben.

 

Beale Street

USA  2018, Spielfilm, 119 min ab 6 Jahren
Regie: Barry Jenkins, mit Kiki Layne, Dave Franco, Diego Luna
m Harlem der 1970er Jahre lieben sich die 19-jährige Tish und der kaum ältere Künstler Fonny. Es ist schwer für das afroamerikanische Paar eine Wohnung zu finden. Bald ist das noch ein geringfügiges Problem für die beiden. Denn Fonny wird wegen der falschen Zeugenaussage eines rassistischen Cops wegen Vergewaltigung verurteilt. Tish hält zu ihm und muss ihr gemeinsames Baby alleine zur Welt zu bringen.
Eine poetische Liebesgeschichte und packendes Sozialdrama nach dem Roman des preisgekrönten US-Autors James Baldwin verbindet der neue Film des für "Moonlight" Oscar-prämierten Regisseurs Barry Jenkins. Mit den jungen Kiki Layne und Stephan James hat er ein zur Identifikation einladendes Hauptdarstellerpaar und mit der für ihre Rolle Golden Globe prämierten Regina King und Colman Domingo als Eltern der jungen Frau auch starke Nebendarsteller. Im Rhythmus des Jazz erzähltes, atmosphärisches Drama.

 

Sweethearts

Deutschland, 20189, Spielfilm, 107 min ab 12 Jahren
Regie: Karoline Herfurth, mit Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung
Zwei wie Feuer und Wasser: Franny ist beruflich wie privat völlig orientierungslos mit starker Tendenz zu Panikattacken. Dagegen ist die alleinerziehende Mutter Mel eine toughe Selbstversorgerin, die sich und ihrer Tochter mit einem Diamantenraub ein besseres Leben verschaffen möchte. Doch so gut Mels Plan auch ist – die Durchführung entwickelt sich eher suboptimal, und niemand hätte ihr je gewünscht, ausgerechnet Franny als Geisel am Hals zu haben. Franny treibt Mel mit ihren Panikattacken in den Wahnsinn, während die toughe SEK-Leiterin Ingrid von Kaiten den beiden dicht auf den Fersen ist. Und dann ist da noch der attraktive Polizist Harry, der nicht nur Franny total den Kopf verdreht, sondern gleich als zweite Geisel genommen wird. Das Chaos ist perfekt und bei dem Versuch einigermaßen schadenfrei aus der immer verfahreneren Situation heraus zu kommen, entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen den beiden Frauen.

 

Asche ist reines Weiss

China 2018, Spielfilm, 136 min ab 12 Jahren
Regie: Jia Zhang-ke, mit Zhao Tao, Fan Liao
Qiao ist die Freundin von Bin, einem Provinzgangster in Datong, der mit Umsicht und nach alten Ehrenregeln für Ordnung sorgt in seinem Revier. Qiao liebt Bin bedingungslos, aber sie will mehr sein als nur die Freundin des Chefs. Sie will dazugehören. Sie erhält die Gelegenheit, als Nachwuchsgangster Bin attackieren. Qiao geht mit einer Schusswaffe dazwischen und wird zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Bei ihrer Entlassung wartet Bin nicht wie erhofft am Gefängniseingang auf sie, sondern lässt sich auch noch verleugnen.
Gangsterdrama, mit dem sich Jia Zhang-ke, der mit "A Touch of Sin" den Drehbuchpreis in Cannes gewann, vor John Woos Klassiker "The Killer" verbeugt und ihn dekonstruiert. Er entwickelt es zu einem faszinierenden, zwei Jahrzehnte umspannenden (Liebes-)Epos, in dem Zeit und Land seinen Protagonisten alle Hoffnung rauben. Herausragend ist nicht nur die Vision des Regisseurs, der auch auf eigene vergangene Arbeiten verweist, sondern auch seine Hauptdarstellerin, Zhao Tao, seine Ehefrau und Muse, die seit "Still Life" in allen Filmen von Jia Hauptrollen gespielt hat.

 

The Sisters Brothers

Frankreich, Spanien 2018, Spielfilm, 121 min ab 12 Jahren
Regie: Jacques Audiard, mit John C. Reilly, Joaquin Phoenix
Die Brüder Eli und Charlie Sisters sind grundverschieden, ein Romantiker der eine, ein Psychopath der andere, und doch sind sie unzertrennlich und als Auftragskiller auf dem Weg durch den Wilden Westen. Vom "Kommodore" werden sie von Oregon nach Kalifornien geschickt, um den Goldgräber Kermit Warm zu töten, der ihren Auftraggeber bestohlen haben soll. Unterwegs haben die Brüder viele Begegnungen. Und als sie Warm schließlich finden, ist doch alles ganz anders als zunächst gedacht.
Drei Jahre nach dem Gewinner der Goldenen Palme für "Dämonen und Wunder - Dheepan" meldet sich Frankreichs führender Genrefilmemacher Jacques Audiard zurück mit seinem ersten englischsprachigen Film, ein lupenreiner Western, starbesetzt mit Joaquin Phoenix, John C. Reilly, Jake Gyllenhaal und Riz Ahmed. Die Adaption des Romans von Patrick Dewitt erinnert an "True Grit" oder die Arbeiten von Cormac McCarthy, zeichnet sich aber vor allem durch ihren raffinierten Mix aus Humor und existenzialistischer Betrachtung aus.

 

Frau Mutter Tier

Deutschland 2018, Spielfilm, 92 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Felicitas Darschin, mit Julia Jentsch, Anette Frier
Vollzeitmama Marie (Julia Jentsch) hat alles im Gri und gibt immer Tausend Prozent: Kindererziehung, Haushalt, Termin- planung mit dem Ehemann – eigentlich kein Problem für die End- dreißigerin, wenn da nicht ihre übertriebenen Ansprüche an sich selbst wären. Die Werberin Nela (Alexandra Helmig) dagegen bemüht sich, die Bedürfnisse von Söhnchen Leo mit dem Neu- start der eigenen Karriere unter einen Hut zu bringen, während ihr Ehemann sich ein zweites Kind wünscht. Und Singlefrau Tine versucht trotz kleiner Tochter, sich ihr Leben als Zwanzigjährige zurück zu erobern.
Auf dem Spielplatz, dem Schlachtfeld der Mütter, wo man sich mit selbst gebackenen Dinkelkeksen gegenseitig zu übertrumpfen versucht, braut sich langsam etwas zusammen. Wie weit werden die Mütter gehen, um an ihrer eigenen Idee vom Glück festzu- halten? Oder hält das Leben überraschende Lösungen parat ...?


Reiss aus - Zwei Menschen. Zwei Jahre. Ein Traum
Deutschland 2018, Dokumentarfilm, 125 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Lene Wendt, Ulrich Stirnat
Ein halbes Jahr Auszeit wollen sich Ulli und Lena nehmen und von Hamburg nach Südafrika fahren. Dort kommen sie nie an. Stattdessen rollen sie in ihrem alten Land Rover Terés und dem knapp 40 Jahre alten Dachzelt, das sie von Ullis Patentante geschenkt bekommen haben, knapp zwei Jahre durch Westafrika.

Es geht um Einiges: Darum, sich selbst wieder zu finden, sich wieder zu spüren. Und nicht eher umzudrehen, bis sich an der eigenen Einstellung zum Leben etwas grundlegend verändert hat. Auf 46 000 Kilometern, mehr als einmal um die Welt, erleben die zwei tagtäglich Abenteuer. Von denen manche nur schwer zu verdauen sind.

Ein Film, der die wunderbaren, auch aber die Schattenseiten des Reisens offenbart. Der dich mitnimmt, aufwühlt, froh macht, schockiert und erstaunt. Dir Mut macht, deinen eigenen Traum anzugehen. Ein Film, der ansteckt mit der Faszination und Liebe für Afrika.

 

Yuli

Spanien, Großbritannien, 2018, Spielfilm, 110 min, ab 6 Jahren
Regie: Iciar Bollain, mit Carlos Acota, Santiago Alfonso
Kuba, Anfang der 80er Jahre. Carlos ist ein ungestümes, rebellisches Kind. Das meiste, was er vom Leben weiß, hat er auf den Straßen Havannas gelernt, wo er zum ungekrönten König der spontanen Breakdance-Wettbewerbe geworden ist. Sein Vater Pedro, LKW-Fahrer und Enkel einer Sklavin, erkennt das außergewöhnliche Talent seines Sohnes, das ihn herausreißen könnte aus dem Kreislauf von Unterdrückung und Anpassung. „Yuli“ nennt er seinen Sohn, nach einem afrikanischen Kriegsgott. Doch Yuli will nicht tanzen, er will keine Strumpfhosen und Ballettschläppchen tragen, er will Fußballer werden, wie Pelé.
Eine mitreißende, stürmisch gefeierte Hommage an tänzerische Kühnheit und artistische Risikobereitschaft, die weit über ein konventionelles Biopic hinausgeht