Stadtkino Trostberg

Heinrich-Braun-Straße 1

83308 Trostberg

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Das Programmkino im

Landkreis Traunstein

Entfernungen

von Trostberg nach:

Waging ca. 19 km

Seebruck ca. 15 km 

Seeon ca. 11 km 

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Das Kino in Trostberg

Heute ist der 19.10.2018

Sauerkrautkoma


Deutschland 2018, Spielfilm, 97 Minuten, ohne Altersbeschr.
Regie: Ed Herzog, mit Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Protthof
Wieder muss sich der Eberhofer Franz (Sebastian Bezzel) mit einer Menge Problemen herumschlagen: Er muss zu Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) nach München ziehen, im Auto seines Vaters wird eine Leiche gefunden und langsam fallen ihm keine Ausreden mehr ein, warum er seine Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff) nicht heiratet.


Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken


Deutschland 2018, Komödie, 122 min
Regie: Til Schweiger, mit Til Schweiger, Samuel Finzi, Milan Peschel
Mit achtzehn fühlten sich die Schulfreunde Nils, Thomas und Andreas noch unsterblich. Doch mit der Einladung zum 30-jährigen Klassentreffen bekommen sie schwarz auf weiß, wie schnell die Zeit vergeht. Ein willkommener Anlass noch einmal richtig auf die Piste zu gehen: Partys, Suff und Frauen! Soweit der Plan ... Doch im Gepäck sind Alterszipperlein, gebrochene Herzen und die aufmüpfige Tochter von Thomas' großer Liebe: Die siebzehnjährige Lili nutzt jede Gelegenheit, der älteren Generation den Spiegel vorzuhalten! Mit viel Helium, diversen Pornstar Martinis und einer Rede auf Ecstasy versenken sie das Klassentreffen im Vollchaos. Und schon auf dem Rückweg wird ihnen klar, was im Leben wirklich wichtig ist: Familie, Freundschaft und Liebe!


B 12 – Gestorben wird im nächsten Leben


Deutschland 2018, Dokumentarfilm, 90 min
Regie: Christian Lerch
Zärtlich-herb, anarchisch, echt und voller Humor: B12 – GESTORBEN WIRD IM NÄCHSTEN LEBEN von Christian Lerch (u.a. Regisseur von „Was weg ist, ist weg“, Drehbuchautor von „Wer früher stirbt ist länger tot“, „Rico, Oskar und die Tieferschatten“) feierte auf dem diesjährigen DOK.fest München seine Uraufführung und wurde schnell zu einem der Festival-Lieblinge.
Interessiert hatte Christian Lerch dieser unscheinbare und etwas kaputte Ort an der B12 auf dem Weg nach München schon lange: eine Imbissbude neben einem baufälligen alten Gasthof, eine wilde Ansammlung von Gebäuden und Containern. Doch für die Protagonisten des Films ist dieser Ort ein Zuhause. Dort werden die großen Themen des Lebens verhandelt: Liebe, Tod, Freundschaft oder die Qualität eines Saukopfs.


Wackersdorf


Deutschland 2018, Spielfilm, 122 min, ab 6 Jahren
Regie: Oliver Haffner, mit Johannes Zellner, Anna Maria Sturm, Peter Jordan
Oberpfalz, 1980er Jahre: Die Arbeitslosenzahlen steigen und der Landrat Hans Schuierer  steht unter Druck, Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Da erscheinen ihm die Pläne der Bayerischen Staatsregierung wie ein Geschenk: In der beschaulichen Gemeinde Wackersdorf soll eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) gebaut werden, die wirtschaftlichen Aufschwung für die ganze Region verspricht. Doch als der Freistaat ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt, steigen in Schuierer Zweifel auf. Vielleicht ist die Anlage doch nicht so harmlos wie behauptet. Er beginnt nachzuforschen und legt sich mit der mächtigen Strauß-Regierung an.

WACKERSDORF ist ein packendes Polit-Drama über die Hintergründe, die zu dem legendären Protest gegen den Bau der WAA in der Oberpfalz führten. Johannes Zeiler  spielt den Lokalpolitiker Hans Schuierer, der seine Karriere und seine Zukunft aufs Spiel setzte, weil er kompromisslos für Recht und Gerechtigkeit kämpfte. An Originalschauplätzen im Landkreis Schwandorf gedreht, verfolgt der Film die Geburtsstunde der zivilen Widerstandsbewegung in der BRD. Ein Plädoyer für demokratische Werte und Bürgerengagement, heute so aktuell wie damals.

Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis auf dem Filmfest München!


Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm


Deutschland, Belgien 2018, Spielfilm, 130 min, ab 6 Jahren
Regie: Joachim Lang, mit Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung
Nach dem überragenden Welterfolg von "Die Dreigroschenoper" will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht  ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom "Dreigroschenfilm" ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen ... Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit - Das hat es noch nie gegeben!


Das schönste Mädchen der Welt


Deutschland 2018, Spielfilm, 103 min ab 12 Jahren
Regie: Aron Lehmann, mit Aaron Hilmer, Luna Sofia Wedler, Damian Hardung
Cyril leidet unter seiner riesigen Nase. Nur bei Rap-Battles, wo er sein Gesicht hinter einer Maske verstecken kann, fühlt er sich wirklich wohl. Auf dem Weg mit seiner Klasse nach Berlin lernt er die neue Mitschülerin Roxy kennen, in die er sich sofort verliebt - aber keinerlei Chancen ausrechnet. Aufgrund eines Irrtums glaubt sie, dass der einfältige Rick der Rapper hinter der Maske ist. Und damit sie nicht den Fehler macht, auf die Anmache des Klassenangebers reinzufallen, hilft er Rick mit seinen Raps, bei Roxy zu landen.
So wie Hollywood auf clevere Weise Shakespeare oder Hester Prynne ein modernes Gewand verpasste und in romantische Komödien verwandelte, zaubert Aron Lehmann  aus Rostands Klassiker "Cyrano de Bergerac" eine hinreißend moderne Komödie, die mit ihrem pfiffigen Humor ebenso besticht wie als überzeugende Liebesgeschichte.


Glücklich wie Lazzaro


Italien, Deutschland 2018, 126 min
Regie: Alice Rohrwacher, mit Adriano Tardiolo, Alba Rohrwacher, Tommaso Ragno
In eine wundersame, hermetisch abgeschlossene Welt entführt Alice Rohrwacher den Zuschauer in ihrem dritten Film, dem Cannes-Wettbewerbsbeitrag "Glücklich wie Lazzaro", unter anderem besetzt mit ihrer Schwester Alba Rohrwacher in einer der Hauptrollen.

Die Geschichte basiert auf dem wahren Fall einer Gräfin, die ihre Angestellten auf ihrer Tabakplantage noch in den Achtzigerjahren aufgrund der von der Außenwelt komplett abgeschnittenen Lage wie Sklaven hielt, ohne Bezahlung, ohne Rechte, ohne Kontakte über ihre kleine Kommune hinaus. Was für die italienische Filmemacherin aber erst einmal der Ausgangspunkt für eine märchenhafte Zwischenwelt ist, in der Zeit keine Rolle zu spielen scheint, wahrlich ein "Land der Wunder", um mit dem Titel von Rohrwachers Vorgänger zu sprechen, der 2014 in Cannes mit dem Großen Preis der Jury geehrt wurde. Langsam lässt der Film sein Publikum ein Gefühl für das Leben dort bekommen, wo niemand Geld hat und selbst eine Glühbirne ein Luxusobjekt ist.


Der Doktor aus Indien


USA 2018, Dokumentation, 86 Minuten, ohne Altersbeschr.
Regie: Jeremy Frindel
Jeremy Frindels  neuer Film, DER DOKTOR AUS INDIEN erzählt die faszinierende Geschichte von der Mission eines Mannes, die alte indische Heilkunst Ayurveda Ende der 70er Jahre  in den Westen zu bringen. Dieses eindringliche Porträt zeigt Gespräche unter anderem mit dem Ayurveda-Anwender Deepak Chopra und dokumentiert das Leben und die Arbeit von Dr. Vasant Lad, der seine vom Guru seiner Familie erkannte Bestimmung erfüllte und zu einem Pionier der ganzheitlichen Medizin wurde. Er half dabei, Ayurveda, das bei seiner Ankunft im Westen weitestgehend unbekannt war, zu einer der verbreitetsten alternativen Heilmethoden der Welt zu machen.


Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes


Italien, Schweiz  2018, Dokumentation, 96 Minuten, ohne Altersbeschr.
Regie: Wim Wenders, mit Papst Franziskus
Wim Wenders begleitet den Papst bei seinen Reisen, u.a. nach Jerusalem und bei den Vereinten Nationen, beobachtet ihn in Einzelgesprächen mit Personen verschiedenen Alters, aus verschiedenen Nationen und allen sozialen Schichten.
Wim Wenders, der mit "Buena Vista Social Club" eine der erfolgreichsten Dokumentarfilme realisierte, porträtiert den amtierenden Papst und lässt ihn seine Überzeugungen zu Familie, Gerechtigkeit, Glaube, Immigration usw. direkt in die Kamera sprechen. So ist der Film laut Regisseur mehr ein Film mit als über den Papst. Tatsächlich initiierte der Vatikan den Film, der beim Festival de Cannes präsentiert wurde.


Alles ist gut


Deutschland 2018, Spielfilm, 94 min, ab 12 Jahren
Regie: Eva Trobisch, mit Aenna Schwarz, Andreas Döhler, Hans Löw
Janne und Piet sind schon länger ein Paar. Ihr gemeinsamer Verlag ist bankrott gegangen, aber ein alter Freund bietet ihr einen Job an. Sie freut sich über die Chance, doch im Verlag arbeitet auch Martin. Sie hatte ihn nach einer Partynacht betrunken mit nach Hause genommen und war zu kraftlos, um seine Annäherungsversuche abzublocken. Martin hat ein schlechtes Gewissen, will es wieder gut machen. Janne versucht zu vergessen, will keinen großen Aufriss machen und hat niemandem davon erzählt.
Intensives und erwachsenes Drama, mit dem Regisseurin und Drehbuchautorin Eva Trobisch sich subtil einem harten Thema nähert. Mit feinem Gespür für Psychologie und mit echt wirkenden Dialogen zeigt sie Personen, die mit ihren Gefühlen überfordert sind. Dank dem trockenen Humor zu Anfang und ihrem starken Ensemble angeführt von der ausgezeichneten Aenne Schwarz, folgt man der Hauptfigur in diesem überzeugenden Film.


Die Wunderübung

 
Österreich 2018. Komödie, 90 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Michae Kreihsl, mit Aglaia Szyszkowitz, Devid Striesow, Erwin Steinhauer
Es war Liebe auf den ersten Blick, damals, als sie gemeinsam abgetaucht sind, im warmen, klaren Wasser des Roten Meeres. Perfekte Harmonie und vollstes Vertrauen in den anderen, allerdings nur unter Wasser. Vielleicht hätten sie nie auftauchen dürfen? Jetzt, viele Ehejahre später, giften sich Joana und Valentin  nur noch an. Eine Sitzung bei einem Paartherapeuten  scheint die letzte Rettung für die Beziehung. Seine Versuche die Probleme der beiden in den Griff zu bekommen scheitern, schließlich weiß Joana immer schon vorher was ihr Mann sagen will, warum ihn überhaupt zu Wort kommen lassen. Doch nicht nur das Paar hat Probleme – auch der Therapeut scheint in Schwierigkeiten zu stecken.
 Die hinreißende Paartherapie-Komödie „Die Wunderübung“ von Regisseur Michael Kreihsl ist die Adaption des erfolgreichen Theaterstücks und Buchbestsellers von Daniel Glattauer („Gut gegen Nordwind“). Gespickt mit bissigem Dialogwitz und verblüffenden Wendungen, an denen der Therapeut nicht unbeteiligt ist, bietet der Film über die desolate, aber nicht hoffnungslose Liebesbeziehung, viel Raum zur Identifikation.


Ballon


Deutschland 2018, Spielfilm, 125 min, ab 12 Jahren
Regie: Michael Bully Herbig, mit Friedrich Mücke, Karoline Schuch, David Kross
Regisseur Michael Bully Herbig brilliert mit einem atemlosen, bewegenden Thriller über die wohl spektakulärste Republikflucht. Sommer 1979 in Thüringen. Die Familien Strelzyk und Wetzel haben über zwei Jahre hinweg an einem waghalsigen Plan gefeilt. Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi findet Spuren des Fluchtversuchs und nimmt die Ermittlungen auf. Den beiden Familien bleibt nur noch ganz wenig Zeit, einen zweiten Versuch zu starten.
Michael Bully Herbig legt mit „Ballon“ seinen ersten Thriller vor. Es ist ein Thriller, der gleichzeitig die Nerven zum Zerreißen spannt, als hoch emotionale Familiengeschichte zu Herzen geht und obendrein deutsch-deutsche Wirklichkeit der späten 70er Jahre mit beispielloser Authentizität und Glaubwürdigkeit in Bilder fasst.


Durch die Wand


Österreich 2017, Dokumentation, 100 min, ab 6 Jahren
Regie: Josh Lowell, Peter Mortimer
Der Film erzählt die bewegende Geschichte der Kletterikone Tommy Caldwell, der 2015 gemeinsam mit Seilpartner Kevin Jorgenson die für unmöglich gehaltene Dawn Wall im US-Nationalpark Yosemite erklimmt. Neben der einzigartigen sportlichen Leistung zeigt die Dokumentation die hollywoodreife Vorgeschichte von CaldwellL: Bei einer Expedition in Kirgisistan als Jugendlicher entführten ihn islamistische Rebellen, und später verlor er durch einen Unfall seinen Zeigefinger - als Kletterer ein schweres Handicap, das ihn aber nur stärker machte. Als ihn seine langjährige Kletterpartnerin und Ehefrau verließ, fand er in der Dawn Wall eine außergewöhnliche Herausforderung. ErL ließ sich nicht entmutigen und hielt an seinem Traum fest: eine kletterbare Route auf der Dawn Wall zu finden und zu erklimmen.
Die atemberaubende Dokumentation zeigt die waghalsige Erstbesteigung der Dawn Wall, die weltweites Medieninteresse hervorgerufen hat. Von der Kamera begleitet lebten Tommy Caldwell und Kevin Jorgenson 19 Tage lang an der Felswand. Um den über 1000 Meter hohen Felsen zu bezwingen, schliefen, aßen und kletterten sie dabei stets über einem hunderte Meter tiefen Abgrund.


Kindeswohl


Großbritannien 2017, Spielfilm, 106 min, ab 12 Jahren
Regie: Richard Eyre, mit Emma Thompson, Stanley Tucci
Fiona Maye ist eine erfahrene Familienrichterin in London, die ihren Job über alles stellt. Darunter muss vor allem ihr Mann leiden Als sie entscheiden muss, ob man den 17 Jahre alten Leukämiekranken Adam zu einer rettenden Bluttransfusion zwingen soll - er und seine Eltern lehnen sie aus religiösen Gründen ab - beginnt sie auch über die Wertigkeiten in ihrem eigenen Leben nach zu denken.
Bewegendes Justiz- und Ehedrama nach Ian McEwans Romanvorlage, in dem die Oscar-prämierte Schauspielerin und Drehbuchautorin Emma Thompson erneut eine herausragende Performance liefert. Richard Eyre  inszeniert mit Feingefühl den ernsten Stoff, in dem auch Stanley Tucci und die Entdeckung aus „Dunkirk“ Fionn Whitehead glänzen. Intelligente, erwachsene Unterhaltung.


BlacKkKlansman


USA 2018, Spielfilm, 136 min, ab 12 Jahren
Regie: Spike Lee, mit John David Washington, Adam Driver
Mit diesem Krimi über den wahren Fall des afroamerikanischen Polizisten Ron Stallworth, dem es 1978 mit Hilfe eines weißen Kollegen gelang, den Ku Klux Klan zu infiltrieren, führt Indieregisseur Spike Lee auch das Zündeln von US-Präsident Trump mit den ultrarechten Kräften des Landes vor. Mit Denzel Washingtons Sohn John David Washington, Adam Driver und in einem besonders bemerkenswerten Auftritt Topher Grace als KKK-Chef hat er auch ein starkes Ensemble für seinen Film, der für Diskussionsstoff sorgt und in Cannes prämiert wurde.


Ava


Deutschland 2018, Spielfilm, 101 min, ab 12 Jahren
Frankreich 2017, Spielfilm, 122 min, ab 6 Jahren
Regie: Léa Mysius, mit Noée Abita, Laure Calamy, Juan Cano
Sommer, Sonne, Strand: Zusammen mit ihrer unkonventionellen Mutter und ihrer neugeborenen Schwester verbringt die 13jährige Ava den Sommer an der französischen Küste. Doch ihre heile Welt findet ein jähes Ende, als sie erfährt, dass sie wegen einer Krankheit in Kürze ihr Augenlicht verlieren wird.
Aber Ava wäre nicht Ava, würde sie sich davon ihre Abenteuerlust und Lebensfreude nehmen lassen: Als sie den geheimnisvollen Juan kennenlernt, verschwören sich beide gegen den Rest der Welt und Ava erlebt den Zauber eines Sommers, wie er so nicht mehr wiederkehren wird.
Mit Hauptdarstellerin Noée Abita konnte Léa Mysius eine unglaubliche Newcomerin für ihren Film gewinnen. Sie ist die perfekte Besetzung für den freigeistigen Charakter der Ava, die ihren eigenen Weg geht, egal wie dunkel ihre Zukunft zunächst scheint. Gedreht auf 35 mm fängt Kameramann Paul Guilhaume die Geschichte Avas in traumhaft schönen Bilder und in den satten Farben des Sommers ein. Sie machen „Ava“ zu einem ganz besonderen visuellen Erlebnis. Mit ihrem lebendig bunten Debüt reiht sie sich ein in die Riege des neuen, jungen französischen Kinos, das mit seiner außergewöhnlichen Bildsprache und Erzählweise für Aufsehen sorgt. 


Wir sind Champions


Spanien 2018, Spielfilm, 119 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Javier Fesser, mit Javier Gutiérrez, Athenae Mata
Für den hitzköpfigen Misanthrop Marco läuft es gerade gar nicht gut. Nicht nur kriselt es in seiner Ehe, auch beruflich sieht es düster aus. Nachdem der Kotrainer einer Basketballmannschaft völlig frustriert während eines Spiels ausrastet, wird er rausgeworfen. Er betrinkt sich und baut einen Autounfall. Als „Strafe“ dafür soll er ein Team geistig behinderter Menschen trainieren. Die Aufgabe stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen und Marco lernt die Welt mit ganz neuen Augen kennen.
Die warmherzige Komödie, die launig die Frage stellt, was ist denn schon „normal“, führt Hauptfigur Marco sowie dem Zuschauer vor Augen, was Teamgeist bewegen kann und dass es sich lohnt, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Javier Fesser, in seinem Heimatland Spanien ein erfolgreicher und angesehener Filmemacher, sein Drama „Camino“ wurde mit Goyas für den besten Film, für Fessers Drehbuch und Regie geehrt, landete mit „Wir sind Champions“ einen großen kommerziellen Hit in den spanischen Kinos mit über drei Millionen Besuchern.


Glücklich wie Lazzaro


Italien, Deutschland 2018, 126 min
Regie: Alice Rohrwacher, mit Adriano Tardiolo, Alba Rohrwacher,
In eine wundersame, hermetisch abgeschlossene Welt entführt Alice Rohrwacher den Zuschauer in ihrem dritten Film, dem Cannes-Wettbewerbsbeitrag „Glücklich wie Lazzaro“, unter anderem besetzt mit ihrer Schwester Alba Rohrwacher in einer der Hauptrollen.
Die Geschichte basiert auf dem wahren Fall einer Gräfin, die ihre Angestellten auf ihrer Tabakplantage noch in den Achtzigerjahren aufgrund der von der Außenwelt komplett abgeschnittenen Lage wie Sklaven hielt, ohne Bezahlung, ohne Rechte, ohne Kontakte über ihre kleine Kommune hinaus. Was für die italienische Filmemacherin aber erst einmal der Ausgangspunkt für eine märchenhafte Zwischenwelt ist, in der Zeit keine Rolle zu spielen scheint, wahrlich ein „Land der Wunder“, um mit dem Titel von Rohrwachers Vorgänger zu sprechen, der 2014 in Cannes mit dem Großen Preis der Jury geehrt wurde. Langsam lässt der Film sein Publikum ein Gefühl für das Leben dort bekommen, wo niemand Geld hat und selbst eine Glühbirne ein Luxusobjekt ist.


Offenes Geheimnis  


Spanien, Frankreich 2018, Spielfilm, 123 min, ab 6 Jahren
Regie: Asghar Farhadi, mit Penélope Cruz, Javier Bardem, Ricardo Darin
Laura kommt nach Jahren zurück in ihr Heimatdorf, irgendwo außerhalb von Madrid, wo ihre Schwester heiratet. Sie hat ihre beiden Kinder dabei, ihr Mann ist in Argentinien geblieben. Man begrüßt sich, begegnet sich, und ob man will oder nicht, werden alte Wunden aufgerissen. Laura hatte einst eine Affäre mit Paco. Er ist glücklich mit seiner Frau, die er liebt. Jeder weiß davon, es ist ein Dorf, auch, dass Laura Paco verließ. Doch während der Hochzeitsfeier passiert eine Entführung. Und auf einmal wird wichtig, was wer wann über wen gewusst hat.
Beinahe einen Thriller legt Meisterregisseur Asghar Farhadi in seinem ersten spanischsprachigen Film mit drei spanischsprachigen Superstars vor. Ein Verbrechen ist Triebfeder der Handlung. Aber es dreht sich nicht alles um die Spannungselemente, sondern wie man es vom exzellenten Menschenkenner gewohnt ist um die Figuren. Beinahe ist sein Film ein richtiges Melo, doch hat er ein feines Netz gesponnen und Brüche eingebaut. Der beste Cannes-Eröffnungsfilm seit langem.


Unser Saatgut - Wir ernten, was wir säen


USA 2018, Dokumentation, 94 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Jon Betz, Taggart Siegel
Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann.
„Unser Saatgut“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung! Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immer gleichen Supermarktware abspeisen lassen. Ein lebensverändernder Dokumentarfilm von Taggart Siegel und Jon Betz, so farbenfroh wie die natürliche Vielfalt unserer Saaten. Mit den weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall und Percy Schmeiser. Ausgezeichnet mit 18 Festival-Awards und nominiert für den EMMY 2018 als „Outstanding Nature Documentary“.


Grüner wird`s nicht, sagte der Gärtner und flog davon


Deutschland 2018,Spielfilm, 117 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Florian Gallenberger,mit Elmar Wepper, Emma Bading, Monika Baumgartner
Schorsch ist Gärtner, sein Betrieb steht kurz vor der Pleite, die Tochter will ihn sowieso nicht übernehmen und mit seiner Frau spricht er kaum. Als dem mürrischen Mann sein Liebstes, sein Flugzeug, gepfändet werden soll, ergreift er die Flucht in die Wolken, will endlich seinen Lebenstraum, einmal zum Nordkap zu fliegen, realisieren. Auf einem Zwischenstopp lernt er die junge, ein wenig durchgeknallte Philomena kennen, die auch nur weg will aus ihrem aktuellen Leben. Sie schließt sich ihm an - gegen seinen Willen.
Märchenhaftes, warmherziges und tragikomisches Roadmovie in einem Flugzeug. Oscar-Gewinner Florian Gallenberger inszenierte es mit Elmar Wepper und Emma Bading, die perfekt als gegensätzliche Menschen, die voneinander lernen können, passen.


Der Doktor aus Indien


USA 2018, Dokumentation, 86 Minuten, ohne Altersbeschr.
Regie: Jeremy Frindel
Jeremy Frindels  neuer Film, DER DOKTOR AUS INDIEN erzählt die faszinierende Geschichte von der Mission eines Mannes, die alte indische Heilkunst Ayurveda Ende der 70er Jahre  in den Westen zu bringen. Dieses eindringliche Porträt zeigt Gespräche unter anderem mit dem Ayurveda-Anwender Deepak Chopra und dokumentiert das Leben und die Arbeit von Dr. Vasant Lad, der seine vom Guru seiner Familie erkannte Bestimmung erfüllte und zu einem Pionier der ganzheitlichen Medizin wurde. Er half dabei, Ayurveda, das bei seiner Ankunft im Westen weitestgehend unbekannt war, zu einer der verbreitetsten alternativen Heilmethoden der Welt zu machen.

Die Unglaublichen 2


USA 2018, Spielfilm, 118 Minuten, ab 6 Jahren
Regie: Brad Bird
Immer noch müssen Superhelden ihre Superkräfte in Metroville verstecken. Der Staat sieht in ihnen eher eine Bedrohung als einen Nutzen für die Gesellschaft. Der Telekommunikations-Tycoon Winston Deaver will das ändern. Deswegen rüstet er Mrs. Incredible alias Elastigirl mit Körperkameras aus, um ihre guten Taten belegen zu können, welche der Staat und die Medien ins Negative verdrehen. Mr. Incredible hütet derweil das Heim und kümmert sich vor allem um Baby Jack-Jack, das nicht eine, sondern gleich unzählige Superheldenfähigkeiten entwickelt.
Nach 14 Jahren Kinopause gibt es die Fortsetzung von "Die Unglaublichen" auf der Leinwand zu bestaunen. Brad Bird ist wieder Regisseur und Drehbuchautor, der Pixar-Gründer John Lasseter immer noch Produzent. Das sehr erfolgreiche Original gilt unter Filmkritikern als Kronjuwel im Schaffen des Animationsstudios Pixar.


Die Abenteuer von Wolfsblut


Luxemburg, Frankreich 2018, Spielfilm, 87 Minuten, ab 6 Jahren
Regie: Alexandre Espigares
Der Welpe Wolfsblut, halb Hund, halb Wolf, erkundet unter dem Schutz seiner Mutter die Wildnis am Yukon. Im besonders harten Winter sucht seine Mutter mit ihm im Indianerdorf Aufnahme, in dem sie als Schlittenhündin aufgewachsen ist. Auch Wolfsblut wird dort zum Schlittenhund ausgebildet. Als der Häuptling ihn in die Stadt der Weißen mitnimmt, um Pelze zu verkaufen, wird er betrogen und ist gezwungen, Wolfsblut an einen Gangster zu verkaufen, der ihn zu Hundekämpfen zwingt.
Neuverfilmung des Abenteuerklassikers von Jack London um einen wackeren Hund-Wolf-Mix als packenden und atmosphärisch-dichten Animationsfilm. Unterlegt von einem klassischen Score von Bruno Coulais gelingen dem für seinen Kurzfilm "Mr. Hublot" Oscar-prämierte Alexandre Espigares bei der luxemburgisch-französischen Produktion besonders schön die Abbildung der wilden Natur am Yukon und die Lichtstimmungen.


Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

 Italien, Schweiz  2018, Dokumentation, 96 Minuten, ohne Altersbeschr.Regie: Wim Wenders, mit Papst FranziskusWim Wenders begleitet den Papst bei seinen Reisen, u.a. nach Jerusalem und bei den Vereinten Nationen, beobachtet ihn in Einzelgesprächen mit Personen verschiedenen Alters, aus verschiedenen Nationen und allen sozialen Schichten.Wim Wenders, der mit "Buena Vista Social Club" eine der erfolgreichsten Dokumentarfilme realisierte, porträtiert den amtierenden Papst und lässt ihn seine Überzeugungen zu Familie, Gerechtigkeit, Glaube, Immigration usw. direkt in die Kamera sprechen. So ist der Film laut Regisseur mehr ein Film mit als über den Papst. Tatsächlich initiierte der Vatikan den Film, der beim Festival de Cannes präsentiert wurde.